Aus dem Verein

LWW in der Luzerner Zeitung

Präsident HansPeter Hürlimann zeigt sich stolz, dem schweizweit viertgrössten Wanderwegverein vorzustehen. Er äussert sich zu den Gründen für den stetigen Mitgliederzuwachs und wie die Geschäftsstelle aktuelle Herausforderungen angeht. Den ganzen Bericht können Sie als PDF herunterladen.

Luzerner Zeitung, 19.09.2022

Zwei Tage in den Urner Alpen

Die Kooperation mit unserem neuen Partner Skinfit startet eindrücklich. 15 begeisterte Wanderinnen und Wanderer erkundeten während zwei Tagen einen wunderschönen Teil der Urner Alpen. Besonders reizvoll: Die Teilnehmer:innen konnten zwischen zwei verschiedenen Aufstiegsvarianten zur Etzlihütte, dem Etappenziel, auswählen.

Die ausgewogene Route startete in Bristen, bei der Talstation Seilbahn Golzern. Durch das Etzlital erreichte die «halbe Gruppe» nach rund zwei Stunden Gehzeit den Alpbetrieb Hinter Etzliboden. Mit Blick auf Chli und Gross Windgällen schmeckten Käseplatte, selbstgemachter Joghurt und Molkedrink umso besser. Der weitere Weg bergan entlang des Etzlibachs verläuft auf abwechslungsreichen Bergwanderwegen, abschnittsweise mit grossen Steinplatten versetzt, vorbei an den Weilern Rossboden und Gulmen. Bereits am frühen Nachmittag war das Tagesziel in Sicht. Kurz darauf war die Sonnenterasse mit zufriedenen Gesichtern, kühlen Getränken auf und dampfenden Schuhen unter den Tischen belegt. Fast alle zogen es vor, das Panorama in Ruhe zu geniessen und erspähten dabei einige Gämsen am Gegenhang.

Ein kleiner Teil ging auf weitere Erkundungstour Richtung Pörtlilücke. Denn über diesen Pass gelangte die zweite Gruppe zur Etzlihütte. Nach einem frühen Start in Gurtnellen führte die ambitionierte Route durch das Fellital hinauf zur tiefstgelegenen SAC-Hütte, der Treschhütte. In teilweise alpinem Gelände stieg der Weg bis zur Pörtlilücke auf 2500 Meter an. Auf der anderen Seite der «Lücke» waren dann kurzzeitig die Hände gefragt, um zwischen den grossen Steinblöcken den weiss-rot-weissen Wegmarkierungen zu folgen. Ein interessanter und spielerischer Abschnitt hinunter zum Spillauisee. In der Nachmittagssonne und noch vor den ersten Regentropfen folge der Schlussabstieg hinunter zur Etzlihütte. Auf myteriöse Weise verpassten sich die zwei Wandergrüppchen unterwegs, dafür gab es später bei Kaffee und Kuchen umso mehr auszutauschen. Im legendären Badebottich und mit einem feinen Znacht klang der Tag gemütlich aus.

Skinfit-Rundtour 2022

Fotos: Ramona Fischer, Carmen Mathis

Am nächsten Morgen, um sechs Uhr früh, lag Anspannung in der Luft. Denn bereits für die Mittagszeit waren Regenschauer angesagt. Aber dank fehlendem Internetempfang wusste das keiner so genau. Gestärkt von frisch gebackenem Hüttenbrot und motiviert durch den auflockernden Himmel, nahmen beide Gruppen hintereinander den Aufstieg zum Chrüzlipass unter die Wanderschuhe. Die ruhige Morgenstimmung und die tolle Szenerie liessen die Höhenmeter vergessen. Die einst wichtige Verbindung zwischen dem Benediktinerkloster Disentis und den Klöstern Einsiedeln und Engelberg führt über das malerische Val Strem. Der eher steile Abstieg erforderte Konzentration, ein gutes Training für die Trittsicherheit. Immer wieder schweiften Blicke über die Schultern zu den Stremhörner und wieder nach vorne zum glitzernden Bergbach. Seit dem Felssturz 2016 ist der Weg durch das untere Tal gesperrt, der neue Bergwanderweg umgeht das gefährdete Gebiet weiträumig mit einem Gegenanstieg zur Alp Caschlè. Durch Heidelbeer- und Preiselbeersträucher und auf federweichen Hochmoorböden war der letzte Abschnitt angenehm zu bewältigen. Umso mehr, da sich die Regenzellen immer wieder auflösten und fast die gesamte Gruppe bis zur Ankunft in Sedrun verschonte.

Herzlichen Dank an die Wanderleiterinnen Sandra Löber, Carmen Mathis und Manuela Alig sowie Michael Löber-Einsele für die Gesamtleitung der Tour. Die Luzerner Wanderwege bieten nächstes Jahr wieder eine Mehrtageswanderung in Zusammenarbeit mit Skinfit an. Sie wird im Wanderprogramm und auf der Webseite publiziert.

CKW-Themenwanderung zur Chlushütte

Sonne pur begleitete Dani Müller und seine Wandergruppe auf der Tour über die «schroffe Schönheit» Schrattenfluh. Die charakteristischen Löcher und Furchen im Fels faszinieren genauso wie die grossartige Aussicht, sodass sich die Anstrengung doppelt lohnt. Über die Karrenfelder auf den Hängst, dem Grat entlang zum Schibengütsch und hinunter zur Alp Chlus war der Plan. Denn dort wartete ein idyllischer Pausenplatz und ein von der CKW offerierter Apéro zur Stärkung für den Abstieg. Energie liefert auf der Chlushütte auch die Sonne. Bereits vor 40 Jahren hat die CKW auf der abgelegenen Alp die erste Solaranlage installiert. Im Herbst 2021 wurde die Pionier-Anlage erneuert, mit Panels auf dem Danch und an der Fassade. Sie produzieren genug Energie, um die Batterien zu füllen und das ganze Haus mit Strom zu versorgen. Interessant und eindrücklich, diese nachhaltige Stromversorgung live zu erleben.

Herzlichen Dank für die Betreuung vor Ort durch Hüttenwart Schösu Bucher, Marco Riedweg (Leiter Netzanschluss CKW), Richard Portmann und Raphael Spörri (Co-Wanderleiter).

Schattefluh mit CKW 2022

Fotos: Raphael Spörri

Wanderleiter Richard Portmann beim SRF

Quelle: SRF Musikwelle

Gemeinsam mit Vera In-Albon der Schweizer Wanderwege war Richard zu Gast beim SRF Musikwelle Magazin. Im Interview zum Thema Gruppenwanderung gibt er interessante Einblicke in seine Touren in der Biosphäre Entlebuch. Reinhören lohnt sich:

«Wer mit ihm wandert, erfährt viel über die Pflanzen- und Tierwelt der Region. Der langjährige Wanderleiter fördert auch aktiv den sozialen Kontakt innerhalb der Gruppe, so dass sich niemand ausgeschlossen fühlt.» (SRF Musikwelle)

Beitrag hier hören.

Zu den geführten Wanderungen

Wildheupfad am Rophaien

Bericht von Wanderleiterin Julie:

Obwohl die Wanderung wegen schlechter Witterung von Samstag auf Sonntag verschoben wurde, fanden sich 17 gut gelaunte Teilnehmerinnen in Flüelen Gruonbach ein. Wir waren froh, dass wir die ersten 600 Höhenmeter bis nach Oberaxen im schattigen Wald erklimmen konnten. Oben angelangt eröffnete sich uns ein herrliches Panorama mit Blick in die Bergwelt und auf den Urnersee. Nach der willkommen Stärkung mit den feinen Nuss- und Mandelstangen im Bergrestaurant Oberaxen setzten wir unsere Wanderung fort, zuerst durch ein Waldstück, dann den steilen Planggen entlang, wo bereits mit dem Wildheuen gestartet wurde. Die junge Bergbäuerin, die den Hof auf Oberaxen führt, war in den steilen Hängen unterwegs. Damit das Kreuzen auf dem schmalen Pfad einfacher war, teilten wir uns in zwei Gruppen auf, so konnten  wir rechtzeitig einen Platz zum Ausweichen finden.

Bei der Mittagsrast auf der Alp Franzen konnten wir zwischen Schatten- und Aussichtsplatz wählen. Am Nachmittag wurde es nochmals eine Spur wärmer, dafür besuchten viele Schmetterlinge die zahlreichen Wiesenblumen am Wildheupfad. Gegen Ende des Pfades erwartete uns ein kleiner Holzschuppen mit Heugeräten und Nagelschuhen aus alter Zeit, nochmals erfreuten wir uns am würzigen Duft vom Wildheu. Dank dem Wildheuet verbuschen und verwalden die Planggen nicht, und die Artenvielfalt der Pflanzen bleibt erhalten. Nach der letzten aussichtsreichen Pause bei Hüttenboden und einem Blick zurück zum eindrücklichen Gipfel Rophaien, nahmen wir den letzten Teil unserer Wanderung in Angriff.
Beim Bergrestaurant Eggberge stillten wir unseren Durst bevor es mit der Luftseilbahn zurück ins Tal ging. Die aussichtsreiche Tour mit der uralten Tradition vom Wildheuen bleibt uns in guter Erinnerung.

 

Flüelen - Eggberge

Wandernacht über den Sonnenberg

Bericht von Wanderleiterin Christa

Freudig aufgeregt startete ich zu meiner ersten Nachtwanderung oberhalb von Malters. In der Dämmerung nach Sonnenuntergang tauchten wir schon bald in ein Waldstück und damit in die Dunkelheit ein. Wie bestellt, erleuchtete nach kurzer Zeit ein Feuerwerk den Himmel. Welch ein Auftakt. Damit die Wandergruppe auch geistig wach blieb, trug ich unterwegs ein Rätsel auf. Ein Wort aus 10 Buchstaben war gesucht. Für jeden Buchstaben gab es einen passenden Spruch oder einen Hinweis.

Die erste Pause genossen wir mit prächtiger Aussicht auf den rot-gelb gefärbten Horizont. Auf abwechslungsreichen und gut begehbaren Wanderwegen blieb die Gruppe zusammen. Danke an die Co-Leiter Daniel und Raphael. Auf Höhe des Lehnhofs empfing uns der orangegefärbte Mond, welcher den Weg zum Schürhof erleuchtete. Dort empfingen uns Silvia und Esther mit einer feine Gerstensuppe. Im Gras liegend genossen wir den Sternenhimmel und die Erzählungen von Raphael über den Kohleabbau auf dem Sonnenberg. Die Energie der Suppe war im folgenden Abstieg ins Ränggloch und dem Gegenaufstieg auf den Sonnenberg willkommen. Begleitet von einer Sage aus der Gegend verfolgen die dunklen Stunden.

Auf dem Sonnenberg angekommen, eröffnete sich uns der imposante Blick auf tausende Lichter von Kriens und Luzern. Kurze Zeit später war das Restaurant Sonnenberg erreicht. Dort wartete nicht nur der Buchstabe E für Energie CKW, sondern auch Yvonne und Gaby mit der CKW-Solarbar. Noch vor 5 Uhr morgens servierten sie uns Kaffee, Saft und ein leckeres Frühstücksbuffet. Der Tag erwacht und beim abschliessenden Abstieg Richtung Luzern geht feuerrot die Sonne auf. Der Pilatus schimmert rosa und die Stadt wird lichtdurchflutet. Eindrücklich, wie ein einziger Sonnenstrahl reicht, um viele Schatten zu vertreiben. Der letzte Buchstabe G steht für geschafft und ergibt das Lösungswort «Sonnenberg». Zugegeben etwas müde, aber glücklich und zufrieden ging jeder seiner Wege. Die gelungene Nachtwanderung bleibt in bester Erinnerung.

 

Wandernacht 2022

Fotos: Raphael Spörri, Esther Fuhrer

Zwei neue Rundwege auf dem Sonnenberg eingeweiht

Bei den zwei Rundwegen handelt es sich um bestehende Wege, die nun aber als Rundwege mit weissen Wegweisern ausgeschildert wurden. Beide Wege starten bei der Bergstation der Sonnenbergbahn. Der eine Weg (ca. 50 Minuten) führt via Kreuzhöhe Richtung Renggloch, und von dort dem Waldrand entlang zurück zur Bergstation. Der andere Weg (60 Minuten) führt von der Bergstation via Eggenhof zum Obergütsch und von dort via Gabeldingen wieder zurück zur Bergstation.

Initiiert worden waren die beiden Rundwege vom Verein Pro Sonnenberg. Umgesetzt wurde er im Zuge der Überarbeitung der Signalisation in ganz Kriens durch die Luzerner Wanderwege. An der Finanzierung beteiligten sich neben der Pro Sonnenberg auch die Sonnenbergbahn AG und die Stadt Kriens mit Mitteln aus dem Tourismusfond.

«Rundwege sind ein beliebtes Mittel für ortsunkundige Menschen», sagte Pro Sonnenberg-Vereinspräsidentin Kathrin Graber an der Eröffnung der Wege. «Sie führen die Menschen auf einem Ausflug wieder an den Ausgangsort zurück.» Matthias Senn, der Präsident der Sonnenbergbahn AG, zeigte sich überzeugt, dass die Rundwege auch für die Frequenz der Sonnenbergbahn nützlich sein werden: «Es wr uns deshalb wichtig, dass beide Wege bei der Bergstation der Bahn beginnen und aufhören.»

Beide Wege verlaufen auf Wegen des bestehenden offiziellen Wanderwegnetzes. Deshalb wird der Wegunterhalt durch den Werkhof der Stadt Kriens sichergestellt.

Quelle: stadt-kriens.ch

 

Zweitageswanderung Bergün – Preda – Spinas

Bericht von Wanderleiter Raphael Spörri

11 wanderlustige Teilnehmer:innen trafen sich nach einer längeren Anreise in Bergün. Nach einer Stärkung und dem Zimmerbezug im Hotel blieb genügend Zeit für eine Nachmittagswanderung. Sanft aufwärts und immer der UNESCO Bahnstrecke der RhB folgend, ging es Richtung Preda.
Da der Tag im Zeichen der Eisenbahntechnik stand, lauschten alle sehr interessiert den Ausführungen des Wanderleiters. (Das Eisenbahnwissen vermittelt Raphael aus seinem beruflichen Alltag. Ist er doch seit mehr als 35 Jahren Lokführer bei den SBB.)
Nach rund zwei Stunden Wanderzeit erreichten wir Preda und genossen die Rückreise auf den Schienen. Eindrücklich beide Seiten (wandernd und fahrend) zu sehen. Just mit den ersten Regentropfen trafen wir wieder in Bergün ein. Die einen besuchten noch das Bahnmuseum während die anderen sich ins Hotel begaben. Den Tag liessen wir bei einem feinen Nachtessen und interessantem Austausch genussvoll ausklingen.

 

Zweitageswanderung Bergün

Fotos: Raphael Spörri


Nach heftigem Regenfall in der Nacht, erwartete uns am Morgen ein sonniger Tag. Hochmotiviert bestiegen wir in Bergün den Zug nach Preda. Die 800 Höhenmeter zur Fuorcla Crap Alv Spinas erklommen wir Schritt für Schritt, sanft ansteigend und entlang wunderbarer Bergseen. Nach einer längeren Pause an den Lajets digl Crap Alv, wo sich einzelne eine Erfrischung im kühlen See genehmigten, erreichten wir bald den Übergang vom Val Albula ins Val Bever.
Nun folgte der steile Abstieg auf der anderen Seite. Mit vorsichtigen Schritten stiegen wir in einem T3 der Talsohle zu. Oft gebremst durch das Bestaunen der wundervollen Alpenflora. Die Vielfältigkeit musste in Bildern festgehalten werden und das Bestimmen der Blumen löste spannende Diskussionen aus. Froh, die Beverin erreicht zu haben, lockerten wir die Beine auf den letzten Kilometern nach Spinas.

Glücklich, zufrieden und etwas erschöpft bestiegen wir nach einem Desserthalt in Spinas den Zug Richtung Luzern.

Weiterbildungskurse für Alle

Wer des Laufens und Lesens mächtig ist, kann auch wandern. Die lückenlose, gelbe Signalisation lässt einen zuverlässig ankommen. Hierzulande wandern rund vier Millionen Menschen regelmässig. Es handelt sich um die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität der über 15-Jährigen. Im Gegensatz zu den nächstbeliebten Sportarten wie Radfahren, Schwimmen und Skifahren, braucht es auf einfachen Wegen keine besonderen technischen Fähigkeiten.

Dieser niederschwellige Zugang zum Wandern ist wichtig. Naturerlebnisse und das Ausleben der Bewegungsfreude sollen für alle möglich sein. Nur: Ist es wirklich so einfach, wie Mann bzw. Frau denkt? Eine Befragung von Wandernden in verschiedenen Wandergebieten ergab Erstaunliches: Ein Viertel der befragten Personen gab an, dass sie sich im Vorfeld nicht speziell informiert hätten. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Wandernde in den Naherholungsgebieten. Wandernde in einer SAC-Hütte sind nur zu einem kleinen Anteil ohne vorgängige Abklärungen unterwegs. Immerhin.

Das Grundwissen zum Wandern
«Oft geht vergessen, dass auch zum Wandern ein gewisses Mass an Grundwissen nötig ist. Dieses geht über die Kenntnis der verschiedenen Wegkategorien, deren Bedeutung und Signalisation hinaus», sagt Stephan Kaufmann, Geschäftsleiter der Wanderwege Graubünden. Er eröffnet den Kurs «Keine Angst vor Herdenschutzhunden» am Plantahof in Landquart. Man sollte auch wissen, wie man sich im Gelände orientieren kann und wie man sich bei Begegnungen mit einer Mutterkuhherde oder einer von Herdenschutzhunden bewachten Schafherde verhalten soll – oder eben wie nicht. «Es gibt beim Wandern Risiken, die nicht sofort erkennbar sind. Informieren und sensibilisieren ist deshalb ein zentrales Anliegen von uns», sagt Kaufmann und ergänzt: «Die Mehrfachnutzung der Wanderwege ist eine Herausforderung. Probleme entstehen dort, wo sich viele Menschen aufhalten. Wir berücksichtigen die Anliegen des Freizeitverkehrs und der Landwirtschaft gleichermassen.»

Den Erlebnisbericht zu den Kursen «Keine Angst vor Herdenschutzhunden» und «Begegnung mit Mutterkühen» lesen

Freiwilligenarbeit – Verleihung Prix benevol 2021

Zum elften Mal verlieh der Verein benevol Luzern dieses Jahr den Prix benevol. Eine namhafte Jury zeichnete am 26. November 2021 fünf Preisträgerinnen und Preisträger für ihr freiwilliges Engagement aus und unterstrich damit die Bedeutung der Freiwilligenarbeit im Kanton Luzern.

Kantonsratspräsident Rolf Bossart würdigte das Schaffen des Vereins Luzerner Wanderwege, die ein Wanderwegnetz von über 2750 km kontrolliert und unterhält. Dies entspräche der Distanz von Luzern nach Kairo! Sicher unterwegs zu sein, nicht vom Weg abzukommen und den Kopf in der Natur freizubekommen sei ein grosses Gut. Mit dem Zitat «Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man das wahre Leben entdecken will» schloss Rolf Bossart seine Laudatio ab.

Text und Foto: benevol

Wanderland Rigi: Bericht in Wochen-Zeitung

Seppi Waldis ist als Bezirksleiter zuständig für die Signalisation des Luzerner Wanderwegnetzes an der Rigi. Er kennt das attraktive und beliebte Wandergebiet der Gemeinden Greppen, Weggis und Vitznau wohl wie kein Zweiter. Sein Bericht in der Wochen-Zeitung vom 26. November 2021 gibt Einblicke in die ehrenamtliche Arbeit und die umfassende Neusignalisation der vergangenen Jahre. Kurz und knapp erklärt Seppi die drei Wegkategorien sowie die Wegweiserbeschriftung. Der Ausblick zum Schluss zeigt, woran aktuell und in Zukunft gearbeitet wird.

Wanderland Rigi: Attraktiv und beliebt

Schön, schöner, Schönenboden

Wanderleiterin Julie hat mit dem Titel ihrer Herbstwanderung nicht zu viel versprochen. Sie berichtet: «Mein Ziel war es, die Teilnehmer an die Sonne zu führen. Rund eine halbe Stunde nach dem Start in Horw erblickten wir die ersten Sonnenstrahlen. Nach dem steilen Aufstieg zum Schwesternberg empfing uns eine Herde Ziegen. Wir Wanderer stiegen über das Treppengeländer, für die Ziegen gab's ein Tunnel unten durch. Anhand der Wanderwegweiser bei der Bruust erklärte ich den Teilnehmenden, dass eine gelbe Spitze bei den Wegweisern auf einen Wanderweg hindeuten, eine weiss-rot-weisse Spitze auf einen Bergweg.

Beim Cholhüttli machten wir die wohlverdiente Znünipause und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Bald darauf erreichten wir die Grenze zum Kanton Nidwalden, wir wanderten weiter bergwärts über Wiesen und durch Wälder und genossen die Farbenpracht. Vor dem letzten Aufstieg über den Wurzelweg zur Schönenbodenhütte gönnten wir uns eine kurze Pause und bewunderten unseren Hausberg Pilatus, welcher sich als grossartiges Fotosujet präsentierte. Bei der Schönenbodenhütte servierten uns die zwei Hüttenwartinnnen eine feine Kürbissuppe und Kaffee mit Kuchen. Relaxen auf der sonnigen Terrasse, im Liegestuhl, auf der Schaukel oder einfach auf dem Bänkli am Waldrand machte allen Spass. Eben ganz nach dem Motto schön, schöner, Schönenboden.

Kurz nach dem Start zum Abstieg zur Krienseregg legten wir bei der Aussichtsinsel Roteflue einen Stopp ein. Die Sicht auf den farbigen Wald, den Vierwaldstättersee mit einem dünnen Nebelvorhang und der Blick zur Rigikette war fantastisch. Bei der Krienseregg endete die geführte Wanderung und mit der Gondelbahn ging's hinunter nach Kriens. Einige profitierten von den guten Verhältnissen und stiegen zu Fuss nach Kriens oder Horw ab. Eine gelungene Herbstwanderung auf Wanderwegen, die nicht überlaufen sind.»

 

Horw - Krienseregg

Fotos: Julie Schwarzentruber

Wandern im sagenhaften Entlebuch

Die Jungwacht & Blauring Luzern (JuBla) berichtet aus dem Wanderlager:

Vom 3. bis 5. Oktober wanderte die JuBla durchs schöne Entlebuch. Dank der grosszügigen Unterstützung und der engen Zusammenarbeit mit dem Verein Luzerner Wanderwege waren neun Teilnehmerinnen mit sieben Leiterinnen und Leitern unterwegs. Wanderschuhe geschnürt, Rucksack gesattelt und los gings.

Nach dem Treffpunkt in Schüpfheim am Bahnhof gings mit dem ersten doppelstöckigen Postauto aus dem Entlebuch weiter taleinwärts. Von Hüttlenen über Sörenbergli bis hin zum Lagerhaus im Schneebergli konnte der wunderbar bereitgemachte Wanderweg entlang der Emme genossen werden. Faszinierend wenn zudem bedacht wird, dass dahinter Freiwilligenarbeit steckt. Nach einem sonnigen Wandertag am Sonntag, wurde die Spielwiese mittels Gemeinschaftsspielen durch die Wandertruppe eingeweiht.

Dem Wetter zu Trotze wurden die noch trockenen Wanderschuhe gebunden und die Regenkleider eingepackt.  Vom Schneebergli über die Blattenegg via dem Lattgässli führte der Weg aufs Brienzer Rothorn. Für einige Sekunden meinte es gar Petrus gut und liess ein kurzer Blick auf den Brienzersee zu. Nach der Rückkehr folgte ein Gaumenschmaus und ein Singabend im Lagerhaus. Dank dem das so viele Personen aus verschiedenen Scharen aus dem Kanton Luzern aufeinandertrafen, gestaltete sich der Singabend als ein amüsantes Hörspiel.

Vollgepackt mit feinem Essen und vielen schönen Erinnerungen, wanderte die Gruppe aus dem Lagerhaus übers Kemmeribodenbad zur Marbachegg. Eine wunderbare Weitsicht ins herbstliche Entlebuch liess das Wanderlager sagenhaft und doch noch etwas trocken abrunden.

 

Wanderlager 2021

Fotos: Jungwacht & Blauring Luzern

Reife Trauben, süsser Wein - dank Sonnenenergie

«Das war ein absoluter Hit», sagt Wanderleiterin Mägi Heller rückblickend auf die Weinwanderung im Seetal. Sie führte die Gruppe zusammen mit Winzer Rafael Schacher von Hohenrain zum Schloss Heidegg. Natürlich durch verschiedene Rebberge an sonnenverwöhnter Lage, garniert mit Degustationen und spannenden Hintergrundinformationen des Winzers.

Nach der Mittagspause im Schlossgarten folgte die Führung im Kaiserspan. Edith Mächler und Andreas Bachmann verstanden es, gekonnt ihren Weinbau-Betrieb zu zeigen und Gastfreundschaft zu leben. Wunderbare Weine und passende Speisen rundeten die gelungene Themenwanderung ab. Offeriert wurden Führung und Apéro von der CKW, Hauptsponsorin der Luzerner Wanderwege. Herzlichen Dank allen Beteiligten für dieses tolle Erlebnis.

 

CKW Weinwanderung 2021

Fotos: Kaiserpan Weinbau und Mägi Heller

Zur Rugghubelhütte

Wanderleiterin Julie Schwarzentruber gefällt die Bergwelt um Engelberg besonders. Ihre geführte Wanderung von Ristis zur Brunni- und Rugghubelhütte hielt denn auch, was sie versprach. Julie berichtet:

Zuerst ging's mit der Luftseilbahn von Engelberg hinauf nach Ristis. Die Terrasse befand sich noch im Morgenschlaf und es war noch frisch. Mit dem Sprichwort «Morgenstund hat Gold im Mund» starteten wir die Wanderung hinauf zur Brunnihütte. Nebst ein paar Kühen mit und ohne Hörner waren wir auf der ersten Etappe alleine unterwegs. Auf der Brunnihütte genossen wir auf der leeren Terrasse den Morgenkaffee mit Gipfeli. Auf dem Weg zur Rugghubelhütte entdeckten wir viele Blumen, auch ein paar kleine Schneefelder haben wir noch angetroffen. Grosse Freude bescherten uns die munteren Murmeli, die herum sprangen, auf den Schneefeldern waren sie besonders gut sichtbar. Wissberg und Hahnen waren zum Greifen, der Blick runter ins Tal eindrücklich. Wir genossen die Mittagsrast auf der Rugghubelhütte mit feinem Kuchen und Kaffee. Die Sonne schien vom blauen Himmel und obwohl es keinen Hitzetag gab, begrüssten die Teilnehmenden den frühen Start und das unterwegs sein in einer kleinen Gruppe.

Fotos von den Murmeli oben und dem Hahnen unten rechts: Julie Schwarzentruber

Eröffnung Grosser Moorrundweg Sörenberg

Am Sonntag, 11. Juli 2021 eröffnete unser Partner, die Bergbahnen Sörenberg AG, den Grossen Moorrundweg mit 17 Erlebnisstationen. Nebst ganz viel Spiel und Spass verspricht das neue Freizeiterlebnis in der geschützten Moorlandschaft der UNESCO Biosphäre Entlebuch auch unterhaltsame Wissensvermittlung. So sind ganze Familien oder auch Schulklassen gefordert, die Geheimnisse der Moore zu lüften. Die Rossweid ist sogleich Start und Ziel der abwechslungsreichen Moorexpedition. Gefeiert wird die bedeutende Eröffnung mit einer besonderen Überraschung für die ersten 1000 Kinder.

Sie erhalten an der Talstation Rossweid einen Moorbeutel, welcher auf dem Grossen Moorrundweg mit Naturmaterialien gefüllt wird. Vor dem Erlebnis-Restaurant Rossweid wird anschliessend in einem grossen Kreis das Moormandala gelegt. Weitere Informationen zur Eröffnungsaktion und eine Erlebniskarte finden Sie im untenstehenden Flyer.

Flyer «Das grösste Moormandala der Schweiz»

Bild: Bergbahnen Sörenberg AG

Nachts über den Rontaler Höhenzug

Die Wandernacht vom 26. auf den 27. Juni wird zum magischen Erlebnis. Dank optimaler Witterung genoss die Gruppe von Wanderleiter Martin Heini und Co-Leiterin Mägi Heller die Abenddämmerung sowie das Morgenrot in vollen Zügen. Die 20 Kilometer lange Wanderung dazwischen hatte es in sich. «Im Wald oberhalb Schönau waren infolge eines Sturms etwa an einem Dutzend Stellen Bäume über dem Weg liegend. Zum Glück hatten wir noch etwas Tageslicht und konnten alle Hindernisse umgehen oder übersteigen», berichtet Martin Heini. Bei seiner Besichtigung eine Woche zuvor war die Lage noch in Ordnung.

Ausgestattet mit Stirnlampen der Schweizer Wanderwege erfuhren die Teilnehmer*innen Wissenswertes über das 3D-Bild der jagenden Lebewesen, zu denen der Mensch gehört, sowie über die Netzhaut, das Blenden oder eben das Gewöhnen an die Dunkelheit. Das rote Licht reichte völlig aus. Ab der Sonnhalde liess Martin die Nachtwandernden die Borke von Eiche, Rosskastanie und Winterlinde fühlen, sowie die Entfernungen nach Gehör schätzen und die Wahrnehmung auf die Beschaffenheit des Bodens (Sandstein) lenken. Dank Co-Leiterin Mägi blieb die Gruppe trotz Dunkelheit nach jeder Pausen komplett zusammen.

Pünktlich, kurz vor Mitternacht, folgte die Zwischenbelohnung beim Hof Fusterli in Udligenswil. Ein reichhaltiges Buffet stärkte alle für den zweiten Teil der Nacht. Mit dem Licht des inzwischen aufgegangenen Mondes ging es weiter über Dotterberg und den Dietschiberg  zum Kloster Gerlisberg. Im ersten Morgenlicht war die Aussicht auf das Seebecken und den Pilatus besonders eindrücklich. Trotz Müdigkeit war der Drang grösser, bis zum Bahnhof weiterzuwandern, statt auf die ersten Busse zu warten. «Am Schweizerhofquai bescherten uns die Wolken zwar keinen Sonnenaufgang, dafür ein prächtiges Morgenrot. Ein perfekter Abschluss um 5:20 Uhr», so Martin Heini.

 

Wandernacht 2021

Fotos: Martin Heini und Mägi Heller

 

Auch in der Biosphäre Entlebuch wurde die Wandernacht zum mystischen Abenteuer. Lesen Sie den Bericht unseres Wanderleiters Richard Portmann aus Teilnehmersicht.

Wandernacht Entlebucher Anzeiger Titelseite

Wandernacht-Bericht im Entlebucher Anzeiger

Pure Energie auf dem Sonnenberg

Die geführte Wanderung von Schwarzenberg durchs Renggloch und die Wolfsschlucht wurde mit einem Apéro riche unserer Hauptsponsorin CKW auf dem Sonnenberg gekrönt. Passenderweise strahlte die Sonne vom Himmel und bescherte der Gruppe um Wanderleiter Martin Heini eine tolle Stimmung. Klicken Sie sich durch die tollen Fotos von Co-Leiter Richard Portmann.

 

Ried - Obergütsch

Fotos: Richard Portmann

Abendliche Sagen-Wanderung mit Richard Portmann

Sieben versteinerte Hengste, mystische kleine Menschen, grosse, starke Brückenbauer und zwei Eimer voll Gold. Diese Sagen bildeten die Höhepunkte der wunderbaren Abendwanderung. Richard erzählte so spannend, dass plötzlich auch die Kühe zuhörten.

 

Rundwanderung Marbach

Fotos: Esther Fuhrer

Waldstätterweg und Steinhuserberg

Über Auffahrt stand unsere Wanderleiterin Mägi Heller gleich doppelt im Einsatz. Bei der verschobenen Frühlingswanderung am Waldstätterweg erlebten die Wanderinnen auf dem Waldstätterweg von Vitznau via Gersau nach Brunnen ein Hauch von Süden, Romantik und anmutende Waldvegetation. Dies alles bei Sonnenschein und Regenwetter, dazwischen auch mal mit herrlicher Rundsicht.

 

Unterwegs am Waldstätterweg.

 

Am Höhenweg über den Steihuserberg erfreute sich Mägi mit ihrer Gruppe an der traumhaften Lage und der herrlichen Aussicht: Über's Mittelland bis zu den Berner Alpen, ins Entlebuch und von der Pilatuskette bis zum Säntis. Darum ihr Tipp: «Für diese Wanderung muss man viel Zeit einplanen. Nicht nur zum Wandern, sondern zum Sehen, Staunen und Geniessen.»

Buchensäge - Wolhusen

Fotos: Mägi Heller

Restversammlung schriftliche GV

Am 5. Mai öffneten HansPeter Hürlimann (Präsident), Esther Fuhrer (Administration), Andreas Lehmann (Geschäftsleiter), Markus Wyser (Kassier) und Benedikt Hilfiker (Revisor) die zahlreich eingegangenen Kuverts der schriftlichen Generalversammlung. 750 gültige Stimmkarten wurden ausgezählt.

Alle Traktanden werden mit überwältigenden Mehrheiten gutgeheissen. Der Vereinspräsident HansPeter Hürlimann wird einstimmig für weitere drei Jahre bestätigt. Die übrigen Vorstandsmitglieder sowie die beiden Revisoren werden ebenfalls wiedergewählt.

Zum Protokoll

 

Restversammlung 2021

Voralpenwanderung Entlebuch

Unser Wanderleiter Nick und ein volles Dutzend Frauen, das ergab ein gelungener Wandertag im Entlebuch.

Nick berichtet: «Mega schön war's. 12 aufgestelle Frauen nahmen mit mir die lange Wanderung ab Trubschachen unter die Füsse. Bei schönem Frühlingswetter und mit guter Fernsicht haben wir teilweise den Grenzpfad Bern / Luzern abgeschritten. In Marschrichtung den Napf jederzeit am Horizont und im Rücken die Berner Alpen und Schrattenfluh. Nach ewigem Auf und Ab – was im Napfgebiet nicht unüblich ist – waren alle froh, als es dann hoch über Schüpfheim nur noch 'nidsi' ging. Nach 5 ¾ Std reiner Wanderzeit bzw. nach rund 7 Stunden konnte man wahlweise im Bahnhöfli noch etwas trinken oder sich direkt auf den Heimweg machen. Die ganze Gruppe war nach 20 km Fussmarsch wohlbehalten, müde und zufrieden.»

 

Trubschachen - Schüpfheim

Fotos: Nick Meyer

Emmenuferweg

Auf der geführten Wanderung vom Samstag folgte Wanderleiterin Julie Schwarzentruber der wilden Kleinen Emme von Wolhusen nach Hasle. Bei den vier Flussquerungen sieht man eindrücklich, wie sie sich einen Weg durch die Nagelfluh-Felsbrocken gebahnt hat. Zur Mittagspause bot sich ein idyllischer Platz in der Auenlandschaft an - mit schönen Sitzgelegenheiten und Weidenbäume im Hintergrund. Anschliessend schlängelt sich der Weg entlang dem Felsen. Dank einem Holzsteg bequem zu erwandern.

 

Wolhusen - Hasle

Fotos: Julie Schwarzentruber

Übers Ahorn

Eine kleine Anekdote unserer Wanderleiterin Mägi Heller zur Tour übers Ahorn:

«Als ich beim Rekognoszieren das Heubergchäppeli ob Luthern verliess, fielen mir drei oder vier Reisbesen hinter der Türe auf. Bei meiner anschliessenden Recherche wurde ich im Büchlein Luthertal - Kirchen und Kapellen, Heubergchäppeli fündig. Josef Zihlmann fand hier 1971 den Brauch des Besenopfers noch lebendig. Der Alphirt auf dem Heuberg berichtete damals: "Ja, es kommen immer wieder Leute und bringen Kerzen und zünden diese an. Viele kommen wegen den 'Eissen' (Furunkel) und Ausschlägen und bringen einen Besen in die Kapelle. Wenn die Kapelle mit solchen Besen gewischt wird, wird der Spender von seinem Leiden geheilt."
 
Am Samstag bei der Wanderung fragte ich die Wanderinnen an jener Stelle, ob ihnen etwas aufgefallen sei. Daraufhin gingen sie nochmals ins Heubergchäppeli und sahen die Besen. Ich erzählte ihnen die Geschichte und alle mussten schmunzeln. Sie dachten wohl, das müsse etwas mit einer Hexe zu tun gehabt haben. Also, nichts wie los... ein Chäppeli wischen und vielleicht bringen wir den Corona Virus los.»

 

Luthern - Wyssachen

Fotos: Mägi Heller

Start in die Wandersaison 2021

Unser Wanderleiter-Obmann Martin Heini startete mit einer kleinen Gruppe in die Wandersaison. Trotz Bise und wenig frühlignshaften Temperaturen war die Stimmung sehr gut und die Wanderlust gross. Den Besuch zweier Hofläden, spannende Informationen über die Gegend und die Geschichte des Ostergau rundeten die Wanderung ab. Wir freuen uns auf die kommenden Touren unseres neuen Wanderprogramms 2021/22.

 

Willisau - Ostergau

Fotos: zvg (siehe Bildlegenden)

Anerkennungspreis 2020 der Albert Koechlin Stiftung

Zum 22. Mal verlieh die Albert Koechlin Stiftung ihre Anerkennungspreise. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören die fünf Innerschweizer Wanderweg Vereine Luzern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Uri. Ihre Bestrebungen für ein flächendeckendes, attraktives, naturbelassenes und sicheres Wanderweg-Netz wird mit je 10'000 Franken unterstützt.

HansPeter Hürlimann, Präsident der Luzerner Wanderwege: «Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit geschätzt wird. Diese Würdigung und Auszeichnung ist grossartig!»

Medienmitteilung Anerkennungspreis Albert Köchlin Stiftung

Foto: Albert Koechlin Stiftung

«Wanderwege dürfen nicht in Eigenregie verlegt werden»

Geschäftsleiter Andreas Lehmann nimmt in der Wochen-Zeitung für das Emmental & Entlebuch Stellung zum Thema geringfügige Verlegung eines Wanderweges.

Zum Artikel vom 22. Oktober 2020

Neue Signalisationstafeln in drei Gemeinden

2020 erneuerte unser Verein in den Gemeinden Meggen, Kriens und Triengen die Signalisationstafeln. An insgesamt 19 Standorten werden Wandernde über das lokale Wegnetz und SchweizMobil Routen informiert. Die Übersichtskarte zeigt die Wege neu in den bekannten Farben gelb, rot und blau entsprechend den jeweiligen Wegkategorien Wanderweg, Bergwanderweg oder Alpinwanderweg.

Im Gebiet Fräkmünt-Krienseregg können Sie sich zudem an 240 neuen Wegweisern orientieren.

 

Oben: Neue Infotafeln an beliebtem Ausgangspunkt für lokale Wanderungen in Meggen. Unten: Bericht in der Gemeindeposcht Meggen.

Umzug an die Hirschmattstrasse 36

Seit 7. Juli 2020 führen wir unsere Geschäftsstelle wieder an der Hirschmattstrasse 36 in Luzern, 5. Stock.

Da unsere Öffnungszeiten variieren, empfiehlen wir eine telefonische Anmeldung.

Das Wanderlager mit der Jubla Luzern motiviert den Nachwuchs

«Natur pur» kommt bei Jugendlichen gut an

Eine Gruppe Jugendlicher wartet mit halb geöffneten Augen im Lagerhaus Obergschwend auf der Rigi Südseite. Der Geschäftsführer des mitorganisierenden Vereins Luzerner Wanderwege, Andreas Lehmann, besucht das von ehrenamtlichen Jubla-Leiterinnen und Leitern geführte Wanderlager. Die Müdigkeit am zweiten Morgen kommt nicht von ungefähr. Fast alle haben draussen in selbstgebauten „Berliner“-Zelten geschlafen. Einige „Blauring-Meitschi“ bevorzugten es gar, ihre Matten und Schlafsäcke direkt unter freiem Sternenhimmel aufzuschlagen. Für andere hingegen war es die erste Nacht überhaupt ohne festem Dach über dem Kopf. „Das war so toll, ich will das unbedingt noch einmal machen“, sagt Céline auf die Frage nach ihrem bisherigen Highlight.

Lagerleiterin Manuela Wicki erklärt mit einem Schmunzeln, dass sich die anfängliche Skepsis der 21 Jugendlichen aus dem ganzen Kanton Luzern alsbald in Begeisterung gewandelt hat. „Zuerst glaubten einige nicht, dass aus ein paar Planen überhaupt ein komfortables Zelt entstehen kann. Als die „Berliner“ Form annahmen, wollten die meisten nicht mehr zurück ins Haus.“ Durchgeschlafen hätten allerdings die wenigsten, glaubt sie. Die 27-jährige gebürtige Wolhuserin ist eine routinierte Leiterin, die dank ihrer Erfahrung und dem Vertrauen in ihr Team kaum etwas aus der Ruhe bringt. Schon unzählige Jubla-Lager fanden unter ihrer sympathischen Regie statt. Durch geschickte Planung und einer grossen Portion Mut zur Flexibilität will sie dem Wandernachwuchs bleibende Erinnerungen ermöglichen. Ihre Leidenschaft wirkt ansteckend.

Zum ersten Mal
Ein paar Motivationsspritzen sind im ersten Wanderlager des Kantons Luzern von Zeit zu Zeit durchaus nötig. Denn wie einige Teilnehmer*innen erzählen, waren die Eltern von der Lageridee so begeistert, dass sie die Anmeldung vor der Einwilligung des Kindes vorgenommen haben. „Ein wenig Wandern ist okay aber nicht zu viel“, gibt Avin zu Protokoll und fügt hinzu: „Ich laufe dafür lieber schneller.“ Wie er haben viele seiner neuen Freunde vor dem Lager niemanden gekannt. Die ausgelassene Stimmung zeigt schnell, dass dies kein Problem ist. Auch Fatma, die weder fliessend Deutsch spricht noch jemals zuvor Wanderschuhe schnürte, findet sofort Zugang zur Gruppe. „Für mich ist es sehr aufregend. Ich erlebe viele Dinge zum ersten Mal. Die Leiter und Kolleg*innen sind sehr nett und übersetzen mir alles, was ich nicht verstehe“, sagt die in Ermensee wohnhafte Schülerin auf Englisch. Stolz geht sie mit ihrem „echten“ Wanderstock aus dem Wald bereits steilere Pfade auf und ab. Welche Wege kommen denn am besten an? „Solche durch den Wald, über Stock und Stein und mit viel Abwechslung. Hauptsache keinen Asphalt oder Beton“, ist sich die Gruppe der fünf bereits geübten Wanderinnen einig. Hoch im Kurs sind Ziele mit schöner Aussicht.

Der Sinn des Wanderns
„Wohin gehen wir?“, sei am Anfang immer die erste Frage, sagt Manuela. „Wir möchten zeigen, dass es nicht nur darum geht, von A nach B zu wandern. Wenn wir unterwegs an schönen Plätzen Rast machen, bräteln, die Aussicht geniessen und Karten für das Weiterwandern studieren, merken die Schüler*innen plötzlich, dass nicht nur Ziele und Gipfel attraktiv sind. Ausserdem gehört auch eine ‚Bähnlisafari‘ zum Programm. Das kommt gut an.“ Flurina, ebenfalls passionierte Leiterin, ergänzt: „Am Weg gibt es so viel Inspirierendes, man trifft immer auf etwas, was man spontan genauer erklären und so die Kids zu Fragen anregen kann. Obwohl die Gruppe bunt zusammengewürfelt ist, verlaufen die Ausflüge harmonisch. Beim Wandern haben wir viel Zeit zum Reden und uns kennenzulernen.“

Das Pionierprojekt verfolgt das ambitionierte Ziel, den Funken der Begeisterung auf die junge Generation zu übertragen. Fernab der Zivilisation, befreit von Alltagsaufgaben und unter kundiger Leitung können sich die Teilnehmer*innen einfach in der Natur bewegen. Gleichzeitig wird ihnen ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber Umwelt vorgelebt. Je nach Niveau ist selbständiges Orientieren im Gelände anhand der gelben Wegweiser und mittels topografischer Karte ein Thema. „Das Resultat sind viele spannende Erlebnisse ohne Handys und Internet. Mit der Zeit merken alle, dass wandern gar nicht so schlimm ist und man in einem Tag oder in einer Woche sehr viel erreichen kann,“ so die Lagerleiterin. Das bekräftigt auch Maksim, der mit seinen Eltern auch zu Hause in den Bergen unterwegs ist. „Ich mag wandern ohne zu übertreiben. Etwas Spass gehört dazu, das gefällt mir hier.“

Mit Stirnlampen zum Sonnenaufgang
Schon bald kam der Wunsch auf, einmal den Sonnenaufgang zu sehen. Gesagt, getan. Trotz einigen Protesten zum frühen Aufstehen war beim Loslaufen um 5:30 Uhr in kühler Dunkelheit die Vorfreude vereinzelt erkennbar. „Es war erstaunlich, wie zügig wir vorangekommen sind, solange wir fast nichts gesehen haben“, erzählt Manuela. So wurde die Sonnenaufgangswanderung auf den Rigi Kulm zur bleibendsten Erinnerung. Die spektakuläre Sicht und der goldene Morgenhimmel auf dem Etappenziel Rigi Scheidegg zauberte der ganzen Gruppe ein breites Lachen ins Gesicht. Da dürfen auch einmal Handys zu Fotozwecken gezückt werden. Zur Überraschung präsentiert sich die Königin der Berge an diesem Tag frisch gepudert. Vom Neuschnee sind alle ‚aus dem Häuschen‘. An vorderster Stelle marschiert Wiktor, dessen älterer Bruder Witek ihn kurzerhand ins Lager mitgebracht hat. Der jüngste Teilnehmer läuft problemlos mit. „Ich mag es, wenn es bergauf geht“, so Wiktor. Sein Bruder ergänzt, dass sie vor allem das Wandern in der Gruppe schätzten und ins Lager gekommen seien, weil ihnen die Leiter schöne Wege zeigten.

Was schöne Wege ausmachen, wie man solche findet und in eine Wanderplanung packt, erläutert Andreas Lehmann anhand interaktiver Aufgaben und einem Sternlauf. „Die Jugendlichen haben viel gelernt und konnten die neuen Informationen gleich im Gelände umsetzen. Am Ende waren alle total glücklich über das Erlebte. Sie genossen den Lagergroove und die vielfältigen Aktivitäten, die das Wandern einschliesst“, bilanziert Manuela zufrieden.

Text: Ramona Fischer

Wanderlager 2019

Fotos: Leiterteam JuBla und Ramona Fischer