Nicht immer ist der direkteste Weg der Schönste: Die Strecke ab Greppen bis oberhalb Weggis ist mehr als ein Aufwärmen für den Aufstieg. Vorbei am spannenden Flurnamen Scheisselhaldiwald oberhalb des Sees wundert man sich über dessen Name. Dieses steile Waldbord über dem Ufer ging in der zweiten Hälfte des 16. Jh. in den Besitz der Stadt Luzern über und heisst heute Herrenwald. Der Flurname Scheisselhalden hat wohl einen abschätzigen Nebensinn. Das benannte Flurstück war möglicherweise wenig wertvoll da ungünstig gelegen. Wer mag nimmt beim Rigiblick den zusätzlichen kurzen Aufstieg unter die Füsse. Der gleichnamige Rastplatz mit Weitsicht ist eine schöne Belohnung. Wie auf einer Rampe geht es anschliessend hoch bis zur Seebodenalp. Hier hat man sich die Einkehr in einem der Restaurants verdient. Die Seilbahn bringt einen schliesslich bequem hinunter nach Küssnacht.
Die Höhepunkte dieser Wanderung sind sicher die Weitsicht beim Rigiblick und beim weiteren Aufstieg, die Felsformationen der Rigi und die Seebodenalp mit seinen Restaurants.
Information
Wanderroute
Daten:
swisstopo,
www.luzerner-wanderwege.ch
Greppen
0:00
0:00
Scheisselhaldiwald
0:51
0:51
Rigiblick
1:32
0:41
Seebodenalp
3:55
2:23
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil
Wandervorschläge
Nr. _LU2024-WP4
Adligenswil, Dorf
• LU
Rundwanderung ab Adligenswil
Verschiedene Luzerner Politiker:innen verraten den Luzerner Wanderwegen ihre liebste Wanderung. So auch Vizepräsidentin des Kantonsrates und Gemeinderätin von Adligenswil, Gisela WidmerReichlin. Startpunkt: Natürlich in Adligenswil…
Langsam, aber stetig geht’s hinauf und entsprechend umfassender wird die Weitsicht über Adligenswil, die Umgebung und die Berge. «Zuerst geniesst man die Weite und den Blick über die Region sowie die Gipfel in der Ferne. Im zweiten Teil der Wanderung taucht man in den Meggerwald ein und erlebt Natur pur. Diese Kombination ist einfach grandios!»
Am höchsten Punkt des stetigen Anstiegs liegt der Weiler Ober Dottenberg mit Kapelle und Kaplanei. Diese Baugruppe ist äusserst sehenswert. Gisela WidmerReichlin erzählt uns eine Legende aus der Entstehungsgeschichte der Kapelle: Der Hofbesitzer Johannes Fluder wurde während einer Wallfahrt in Rom überfallen und versprach, dass er eine Kapelle errichten würde, sollte er unversehrt heimkehren. Die heutige Kapelle wurde wie der Rest der Baugruppe ins Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgenommen.
Weiter geht’s abwärts am Moosried vorbei und über die Gemeindegrenze. Danach durch den Wald bergauf bis zum Wagemoos mit idyllischem Weiher – ein weiteres Highlight dieser Tour. Hier ist die Artenvielfalt erlebbar; verschiedene Amphibien und Libellen können beobachtet werden. Zudem sind in den verschiedenen Ried des Meggerwaldes diverse Orchideen zu entdecken. Perfekt also für eine Pause oder längeres Verweilen. Brot, ein Stück Käse und insbesondere das Taschenmesser seien bei ihr immer dabei, lässt die Kantonsrätin wissen.
Dass sie ein Wandervogel ist, wird Andreas Lehmann spätestens klar, als sie antwortet, dass sie etwa 20-25 Gipfel pro Jahr erklimme. Weiter geht es wenige Meter von der Kantonsgrenze entfernt, ein kurzes Stück wandert man auf Schwyzer Boden. Weshalb sie sich in der Politik engagiere? «Ich lebe hier mit meiner Familie und möchte mich für einen vielfältigen Kanton einsetzen und meinen Lebensraum mitgestalten. Die Politik verbindet mich mit Menschen, mit denen ich sonst kaum in Kontakt kommen würde. Die Vernetzung verschiedener Themen und Personen ist für mich bereichernd und einzigartig.» Bei so viel positiver Energie für die Politik und das Wandern ist es umso schöner, dass Gisela WidmerReichlin seit kurzem Teil des Vorstandes der Luzerner Wanderwege ist.
Nr. LU2022-01
Luzern, Seeburg
— Meierskappel
• LU
Der Natur im Meggerwald auf der Spur
Vom See steigen wir durch das Siedlungsgebiet hinauf und umrunden den Megger Golfplatz. Von der Hochrüti erhaschen wir nochmals einen Alpenblick, bevor wir in den Meggerwald eintauchen. Dort erwartet uns ein vielseitiges Naturschutzgebiet, abwechselnd mit Moor-, Ried- und Waldlandschaften. Der sanfte Abstieg verwöhnt uns mit Sicht zu Bergen und See.
Zitat Wanderleiterin Julie:
«Nach viel Natur gibt’s beim Hofbeizli Gehren Kuchen und eine herrliche Aussicht zum Geniessen.»
Nr. LU2022-62
Rigi Kulm
— Seebodenalp
• SZ
Rigi - Seebodenalp «Grüezi Weg»
Es wartet ein imposantes Bergerlebnis auf Sie, das mit atemberaubenden Weitblicken und unberührter Natur punktet. Der «Grüezi-Weg» ist besonders bei den Einheimischen sehr beliebt.
Dieser genussvolle Abstieg vom Rigigipfel zählt zu den beliebtesten Wanderrouten auf der Königin der Berge. Die Route bietet faszinierende Fernsicht auf den Alpenkranz und ins Mittelland und ist dennoch ohne grosse Anstrengung zu bewältigen.
Ab Rigi Staffel wird der Weg steiler und trainiert die Knie- und Wadenmuskeln ordentlich. Diese Passage meisterte im Jahr 1868 übrigens auch Königin Victoria von England – allerdings hoch zu Ross.
Nr. LU2020-54
Vitznau
• LU
Vitznau Rundtour
Die Rigi: das beliebte Ausflugsziel mit dem 360° Panorama in die Berge, ins Mittelland und über die Zentralschweizer Seen. Kein Wunder, ist der Gipfel «der Königin der Berge» gut besucht. Wanderungen abseits von Rigi-Kulm und den frequentierten Höhenwegen haben gerade deshalb einen besonderen Charme. Man ist nicht selten allein unterwegs und kann das herrliche Seepanorama in Ruhe geniessen. So zum Beispiel auf einer Halbtagestour ab Vitznau.
Diese Rundwanderung empfiehlt Adrian Wüest, Projektleiter der Luzerner Wanderwege. Ende Juni 2020 hat er mit dem Bautrupp Luzerner Wanderwege, bestehend aus freiwilligen Helfer*innen den Bergweg zwischen Brand und Gäbetswil verbreitert, sowie mit Tritten und Geländer versehen. «Der imposante Wanderweg im steilen Gelände des Plattenbachs lässt sich seither angenehmer und sicherer begehen. Das Wandern auf halber Rigihöhe ist ein überraschend eindrückliches Erlebnis und eine tolle Abwechslung zu den bekannten Routen», sagt Adrian. 2021 sanierte der Bautrupp die Fortsetzung des Bergwanderweges Steigelfad, Fäsch bis Hinterbergen. Die Abzweigung zur Höhle Steigelfadbalm ist bei Fäsch signalisiert.
Den Aufstieg auf die Wissifluh erleichtert optional die Wissifluhbahn, bevor man schönen Pfaden Richtung Hinterbergen und Gebetswil folgt. Da beginnt der vom Bautrupp sanierte Wanderweg. Es lohnt sich, den Blick genauer auf den Weg zu richten, um die naturnahen und in Handarbeit geleisteten Arbeiten zu erkennen. Zurück zum Ausgangspunkt gelangt man via Waldstätterweg Nr. 98 oder per Zahnradbahn ab Mittlerschwanden.
Die Vitznau Rundtour ist besonders am Nachmittag attraktiv, wenn die Sonne in die westlichen Waldflanken scheint und sich im See spiegelt.