Bergwanderweg Rosshütte-Mülimäs entwässert und saniert

Freiwilligen Helfer*innen des Bautrupps Luzerner Wanderwege sanierten den stark versumpften Bergwanderweg zwischen der Rosshütte und Mülimäs. Besonders im oberen Bereich wurden bestehende Entwässerungsgräben verbessert und wo nötig neue angelegt. An den steilsten Stellen baute das Team unter der Leitung von Adrian Wüest einige Stufen für die Sicherheit der Wandernden.

Nach den ersten Sommergewittern präsentiert sich der besagte Weg als veritable Rutschbahn. Der weiche Boden an der Pilatus-Nordseite verwandelt flache Abschnitte in Sumpfgebiete. Im steilen Bereich wäscht der Regen anstelle des Weges ein raues Bachbett aus. Bikespuren entwickeln sich zu tiefen Furchen. In den letzten Jahren verschlimmerte sich der Wegzustand stetig. Ein Durchkommen ist nur mit gutem Schuhwerk und bei einigermassen trockenen Bedingungen möglich.

Adrian Wüest, Projektleiter der Luzerner Wanderwege, entdeckte den Verbindungsweg ins Eigental auf einer privaten Tour. «Die Strecke ist etwas weniger begangen als die bekannten Routen am Pilatus. Mir gefällt der lebendige Charakter des Bergwanderwegs mitten im Fichtenwald. Diesen wollen wir natürlich erhalten», sagt der Initiant des Bautrupps.

 

Oben: Freiwillige Helfer beim Stufenbau. Unten: Projektleiter Adrian Wüest (mit Helm) bei einem neuen Entwässerungsgraben.


In Zusammenarbeit mit der Stadt Kriens und der Korporation Luzern

Der Unterhalt dieses Wegabschnitts geht über den üblichen Aufwand der Stadt Kriens hinaus. Speziell für solche Situationen gründete der Verein Luzerner Wanderwege 2020 den genannten Bautrupp mit einem Pool aus freiwilligen Helferinnen und Helfern. «Dieses Angebot funktioniert dank der guten Zusammenarbeit mit Hans Fankhauser, Leiter des Werkunterhalts Kriens. Er stellt uns das Material zur Verfügung», sagt Adrian Wüest. Exakt nach den Anweisungen von Wüest arbeiten sechs bis sieben Personen während drei Tagen unermüdlich mit Schaufel, Pickel, Schlegel und Säge. In Absprache mit der Korporation Luzern werden Rundhölzer für die neuen Entwässerungsgräben direkt vor Ort zugeschnitten, entrindet und eingesetzt.

Bei durchzogenem Wetter und im rutschigen Gelände befestigt das Team die Stämme und legt fachgerechte Mulden für das abfliessende Wasser an. Der richtige Neigungswinkel ist entscheidend. Dasselbe Prozedere wiederholt sich ein Dutzend Mal auf den rund 250 Höhenmetern – alles in Handarbeit. Zur Abwechslung werden lose Steine aus dem Bachbett befördert und in berechnetem Abstand einige Holzstufen angelegt. Sie sollen mindestens zehn Jahre halten und sicher begehbar sein.

Den anstrengenden Tätigkeiten zum Trotz sind durchwegs aufgeweckte Stimmen zu vernehmen. Das gemeinsame Vorwärtskommen motiviert und die Gewissheit, dass sich in Zukunft Einheimische wie Touristen ob dem sanierten Bergwanderweg erfreuen, macht Stolz. «Es kann sein, dass unsere Arbeit kaum bemerkt wird. Das ist ein gutes Zeichen, denn damit erfüllen wir unser Ziel der naturnahen Wegführung», stellt Adrian Wüest zufrieden fest und richtet das Kompliment an sein Team. Interessierte finden mehr Bilder und alle Informationen zum Bautrupp online unter www.luzerner-wanderwege.ch.

Text: Ramona Fischer, Luzerner Wanderwege

 

Bautrupp-Einsatz Kriens 2021

Fotos: Ramona Fischer